DER FALL M.


PREMIERE: 22.03.2014
GROSSES HAUS | Staatstheater Karlsruhe
www.staatstheater.karlsruhe.de

CHOREOGRAFIE:
Reginaldo Oliveira

MUSIK:
Max Richter, Lera Auerbach, Alberto Iglesia

BÜHNE:
Sebastian Hannak

KOSTÜME:
Judith Adam

LICHT:
Stefan Woinke

DRAMATURGIE:
Christoph Gaiser

THEATERPÄDAGOGIK:
Magdalena Falkenhahn

Programmheft

TERMINE:

  • Donnerstag, 09.10., 20:00-22:30 - GROSSES HAUS
  • Freitag, 17.10., 20:00-22:30 - GROSSES HAUS
  • Sonntag, 02.11., 19:00-21:30 - GROSSES HAUS
  • Mittwoch, 26.11., 20:00-22:30 - GROSSES HAUS
  • Sonntag, 30.11., 19:00-21:30 - GROSSES HAUS
  • Freitag, 23.01., 20:00-22:30 - GROSSES HAUS
  • Sonntag, 01.02., 19:00-21:30 - GROSSES HAUS
  • Dienstag, 03.03., 20:00-22:30 - GROSSES HAUS



URAUFFÜHRUNGEN Der Fall M

Kreationen von Reginaldo Oliveira, Tim Plegge und Jörg Mannes.

Die drei Ballette der Frühjahrspremiere ranken sich thematisch um den Begriff Mythos und begeben sich dabei auf die Suche nach Grenzen und Wegen.In seiner ersten Auftragsarbeit für das STAATSBALLETT KARLSRUHE beleuchtet Ensemblemitglied Reginaldo Reginaldo Oliveira, inspiriert vom Medea-Mythos, die ewig gültige Frage nach Schuld und Gerechtigkeit. Tim Plegge, der Choreograf von Momo, umkreist in seiner neuesten Choreografie ausgehend vom Orpheus-Mythos das Begriffspaar Erinnerung und Grenzüberschreitung. Jörg Mannes, heute Ballettdirektor an der Staatsoper Hannover und in Karlsruhe durch Liaisons dangereuses und Das Bett der Giulia Farnese bekannt, sucht in seiner Kreation nach dem Mythos als Gleichnis.Sebastian Hannak, Bühnenbildner von Momo, entwirft einen gleichermaßen übergreifenden wie wandelbaren Raum und schafft damit eine zusätzliche Verbindung zwischen den drei Stücken




Geteiltes Glück ist doppeltes Glück - Hommage an Bruna Andrade, Badisches Staatstheater November 30.11.2014

Da konnte man als regelmäßiger Ballettzuschauer kaum nein sagen: eine besondere Vorstellung, um die ausgezeichnete Bruna Andrade und das Badische Staatsballett für ihre Preis-Würdigkeit zu ehren. Seit Jahren beglückt das Ballett das Karlsruher Publikum und da ist es doch schön, wenn man als Publikum etwas zurückgeben kann und so gab es dann nach Der Fall M. stehende Ovationen für Andrade, die die Tänzerin tief bewegten: von Schluchzern geschüttelt konnte sie kaum die Tränen zurückhalten, dazu Blumen aus dem Publikum, langer Applaus und Bravos - es war eine bemerkenswerte und herzliche Stimmung zur Pause. Und Der Fall M. mit seinem zentralen Pas de deux ist auch das spannende Herzstück des Abends und ein intensiv getanztes Drama, für das Andrade und das Karlsruher Staatsballett völlig verdient überregionale Aufmerksamkeit bekommen haben.

Wie überhaupt diese Ballett-Trilogie unter dem Namen Mythos (mehr dazu hier) noch mehr Zuschauer verdient hätte und etwas darunter zu leiden scheint, daß das Karlsruher Ballett-Publikum verwöhnt ist und die großen Handlungsballette mit Live-Musik bevorzugt. Doch schon Birgit Keil stand als Tänzerin auch immer für das Neue, das Experiment und Modernität. Das Karlsruher Ballett-Publikum scheint jedoch in dieser Hinsicht zweigeteilt: es gibt Ballett-Fans und es gibt strikter klassische Ballett-Fans, sonst wäre Mythos genauso oft ausverkauft wie Dornröschen oder Der Widerspenstigen Zähmung.

Fazit: Viel verdienter Jubel für Bruna Andrade, Flavio Salamanka, den Choreographen Reginaldo Oliveira im Fall M. sowie für Blythe Newman und Pablo dos Santos in Orpheus und das komplette Badische Staatsballett für einen beeindrucken Mythos-Abend.
Badisches Staatstheater Karlsruhe Blogspot

Download Artikel (PDF)

„Der Faust“ - Die Deutsche Bühne, Ausgabe November 14, Sonderheft

Es muss einen Grund geben, weshalb „Der Fall M." aufs Neue ausgerollt wird, und Bruna Andrade liefert ihn. Dabei wirkt die brasilianische Tänzerin in dem Ballett ihres Landsmannes Reginaldo Oliviera zunächst eher wie entrückt. Erst mit zeitlicher Verzögerung wird ihr das Geschehene wieder bewusst, und Schritt für Schritt erlebt die „Vorgeladene", wie sie hier eher verallgemeinernd heißt, den Mythos am eigenen Leib - und das nicht zuletzt als körperliches Verlangen nach Liebe, die sie doch längstan eine andere verloren hat. Bruna Andrade bleibt dabei immer bewegte Form und gibt doch nicht allein Medeas Begehren mitreißende Gestalt: In einer ersten Rückblende scheint sie sich in ihren „Gefährten" geradezu hineinzuschmiegen. Später scheut sie sich nicht, ihre „klassischen" Beine wie einen Hebel anzusetzen. Und selbst in der schrecklichsten Szene des Stücks, der Tötung ihrer Kinder, ist die Ballerina glaubhaft. Alle Facetten ihres Frau-Seins ausspielend, begründet Bruna Andrade den Akt der Selbstzerstörung ebenso plastisch wie poetisch: eine eindrückliche Rolleninterpretation, wie man sie in Karlsruhe immer wieder erleben kann.
So auch am selben Abend, wenn sich Bruna Andrade im „Spiegelgleichnis" von Jörg Mannes zu verlieren scheint und sich dennoch als überaus präsente Ballerina behauptet. Eine komödiantische Rolle könnte übrigens bald hinzukommen, wenn das Badische Staatstballett im November „Der Widerspenstigen Zähmung" von John Cranko übernimmt. Eine andere Brasilianerin, Márcia Haydée, hat sich einst in Stuttgart darin die Katharina auf umwerfende Art anverwandelt. Warum sollte das nicht auch Bruna Andrade gelingen?
Hartmut Regitz

Download Artikel (PDF)

Nominierung "Der Faust 2014"

Bruna Andrade wird die besondere Ehre zu Teil, für dem den höchsten deutschen Theaterpreis nominiert zu sein


„Die Verleihung des Deutschen Theaterpreises DER FAUST 2014 findet am 8. November in der Hamburgischen Staatsoper statt.

Ausgezeichnet werden Künstlerinnen und Künstler, deren Arbeit wegweisend für das deutsche Theater ist. DER FAUST ist ein nationaler, undotierter Theaterpreis, der auf die Leistungskraft und künstlerische Ausstrahlung der Theater aufmerksam macht und diese würdigt. Er wird in Kooperation mit der Kulturstiftung der Länder, der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste und einem jährlich wechselnden Bundesland vergeben – in diesem Jahr ist es die Freie und Hansestadt Hamburg. Finanziert wird die Veranstaltung von der Freien und Hansestadt Hamburg, der Kulturstiftung der Länder und dem Deutschen Bühnenverein.

Darstellerin/Darsteller Tanz:
Alicia Amatriain in „workwithinwork“ und „Frank Bridge Variations“ im Rahmen des Ballettabends „Fort/Schritt/Macher“, Stuttgarter Ballett
Bruna Andrade in „Der Fall M.“ und „Spiegelgleichnis“ im Rahmen des Ballettabends „Mythos“, Staatsballett Karlsruhe
Sayaka Kado, Cinderella in „Cinderella“, Ballett Staatstheater Nürnberg “


Weiterlesen...

Badisches Staatsballett: Mythos | criticaldance.org | 21.06.2014

...„One theme, one set, three ballets by three choreographers…that is the Badisches Staatsballet’s “Mythos” programme that concerns itself with the idea of myth, all three pieces being danced against Sebastian Hannak’s classy and startling white semi-circular wall, and using a huge white moveable cube that can be turned to reveal different settings. Unfortunately, on this afternoon Tim Plegge’s “Orpheus” had to be pulled from the programme due to injury, but both Reginaldo Oliveira’s “Der Fall M.” (The Case of M.) and Jörg Mannes’ “Spiegelgleichnis” (Parable of the Mirror) are full of deep thoughts and impressive imagery.“...

Weiterlesen...


Gästebucheinträge | Staatstheater

...„Ich möchte ein Kompliment an Flavio auch an dieser Stelle weitergeben. Mein Vater hat den "Fall M" gesehen und mir dazu geschrieben: "Wenn du Flavio wieder siehst, dann sprech im ein großes Lob von mir aus. Im ersten Teil "Der Fall M" hat er mit seiner Partnerin die Gefühle und Empfindungen im Tanz so ausgedrückt wie ich das noch nie gesehen habe. Ich glaube, das kann man nicht besser machen. Wir waren sehr beeindruckt von dieser Balettdarstellung." Dem Kompliment kann ich mich nur anschließen: Bruna und Flavio erzählen nicht nur eine Geschichte mit ihren Körpern, sondern all das Vielschichtige, was hinter dieser Geschichte vorborgen liegt. Ein sehr intensives Ballett. Ich bin absoluter Reginaldo Oliviera-Fan, ein wirklich großartiges Choreografie-Talent (und ich hoffe, dass er noch mehr Chancen hier in Karlsruhe bekommt!!!). Manchmal fürchte ich mich fast, eins seiner Stücke zu sehen, weil diese sehr intensiv auf mich wirken und ich das Erfahrene tagelang mit mir herumtrage. Das ist Kunst! “...




Gästebucheinträge | Staatstheater

...„Nach der Premiere haben mein Mann und ich ein 2. Mal „Mythos“ gesehen und waren wiederum tief beeindruckt - v.a. von „der Fall M“ . Wir werden es auch ein drittes Mal anschauen! Der Inhalt regt uns nachhaltig zu Gesprächen und Auseinandersetzung an wie selten ein Ballett. Es ist total beeindruckend, wie die Körper- und Bewegungssprache menschlicher Gefühle vom Choreografen zu Tanz geformt wurde und wie die Tänzer und Tänzerinnen dies umgesetzt haben – mit einer Intensität, dass man von Anfang an total in den Bann gezogen wurde. Viele ergreifende Momente und bewegende Entwicklungen habe ich als Zuschauer durchlebt. Ganz besonders stark war für mich der Prozess, den Medea durchlebte und der sie zum verzweifelten Racheakt der Kindstötung führte. Dieses mehr und mehr Gefangen sein in der eigenen Gefühlswelt, dieses sich Winden, einen Ausweg suchend und dabei immer mehr das Menschliche verlierend… das hat Bruna Andrade unglaublich intensiv verkörpert. Es war ein Prozess, der sich in einer Art Eigendynamik zu einer Abwärtsschraube in die dunkelste, animalischste Seite des Menschseins entwickelte. Als sie aufstand und zur Wiege wankte, war sie (Medea) nur noch ein Schatten ihrer selbst. Bruna Andrade hat dies mit ihrem Tanz total verkörpert! Die Situation der Medea an dieser Stelle so zu interpretieren und eine entsprechende Bewegungssprache dafür zu finden, scheint mir eine spezielle Stärke von Reginaldo Oviera. (toll, dass es so kreative und mutige junge Choreografen im Karlsruher Ensemble gibt!) Ebenso stark waren viele andere Szenen wie letztendlich dann ganz besonders der Schluss mit Bruna Andrade und Flavio Salamanka. Wie erlösend für den Betrachter (und gegen alles Klischee!) ist es, dass auch die Hintergründe, die zu einem Schuldigwerden führen gesehen werden, und dass sich jemand dazu bekennt. Großartig getanzt!!! mit solch einer Intensität und Klarheit im Ausdruck – man konnte sich nicht entziehen. Ich könnte noch vieles Schreiben, ….möchte aber nur nochmals erwähnen, wie intensiv im Ausdruck das ganze Ensemble getanzt hat – in jedem Moment. Ich wünsche mir sehr, dass neben den wunderbaren klassischen Abenden auch solche Ballettabende wie dieser im Programm vertreten sind. (Wenn ich nichts über Orpheus und das Spiegelgleichnis schreibe, ist es, weil mir das Schreiben zu lang wird.) “...




Gästebucheinträge | Staatstheater

...„liebes ballettensemble, noch nie war ich so ge- und berührt von einem ballett wie heute nachmittag von "der fall m.". ich sass mit "feuchten augen" im publikum - und am ende des stückes war ich dermassen ergriffen, dass jeglicher applaus die "stille danach" fast schon störte... mein grösster respekt gilt bruna andrade und flavio salamanka - was für eine aussrahlung, was für eine präsenz... dank und respekt - und dem verletzten ensemblemitglied baldige und vollständige genesung! “...




Gästebucheinträge | Staatstheater

...„Es ist total beeindruckend, wie die Körper- und Bewegungssprache menschlicher Gefühle vom Choreografen zu Tanz geformt wurde und wie die Tänzer und Tänzerinnen dies umgesetzt haben – mit einer Intensität, dass man von Anfang an total in den Bann gezogen wurde.“...




Reflexionen der Muster des Lebens | BNN | 24.03.2014

„Mythos“: Tranzproduktionen von Reginaldo Oliveira, Tim Plegge und Jörg Mannes in Karlsruhe.

...„Schuldig oder nicht schuldig? Ist das eigentlich die Frage? Medea, die Kindsmörderin der antiken Sagenwelt steht für Liebe und Leidenschaft, Demütigung und Tod. Nun führt man sie vor Gericht. Sie lässt die existenziellen Extreme ihres Lebens Revue passieren, erleidet körperliche Torturen und ist am Ende der Lichtgestalt ihres Lebens im eigenen Sterben am nächsten.“...

Weiterlesen...


Ballett in Karlsruhe | BNN | 24.03.2014

... „Verlorene Liebe, bittere Eifersucht und grausame Rache - bei seiner Frühjahrspremiere mit drei Uraufführungen setzt das Badische Staatstheater in Karlsruhe auf dramatische Stoffe: “ ...

Weiterlesen...


Schöne Bilder voll tiefer Gedanken | Badisches Tagblatt | 24.03.2014 | Sabine Rahner

Ereignisreicher Ballettabend in Karlsruhe in Karlsruhe: Drei Uraufführungen von Reginaldo Oliveira, Tim Plegge und Jörg Mannes

... „Hier klassisches Ballett mit Tütü und Spitzenschuh, dort zeitgenössischer Tanz - diese Trennung scheint für das Badische Staatsballett Karlsruhe überhaupt nicht zu existieren. Die von Birgit Keil mit großem Weitblick geführte erfolgreiche Compagnie zeigt auch die klassischen Handlungsballette mit einem schlüssigen modernen Zugriff, während sie den zeitgenössischen Tanz souverän aus dem traditionellen Bewegungskanon heraus entwickelt. “...

Weiterlesen...


Theater - Tanz: Liebe und Verzweiflung: Ballett „Mythos“ in Karlsruhe | DPA | 23.03.2014

Karlsruhe (dpa) - Verlorene Liebe, bittere Eifersucht und grausame Rache - bei seiner Frühjahrspremiere setzt das Badische Staatstheater in Karlsruhe auf dramatische Stoffe.

... „Drei neue Kreationen wurden am Samstagabend uraufgeführt: Die Ballette „Der Fall M“ von Refinaldo Oliveira, „Spiegelgleichnis“ von Jörg Mannes und „Orpheus“ von Tim Plegge ranken sich allesamt um das Thema Mythos. Das Publikum belohnte es mit langem Applaus für die Tänzer, die Choreographen und die gesamte
Inszenierung. “
...

Weiterlesen...


Medea, Orpheus und zwei Spiegel | Die Rheinlandpfalz | 22.03.2014

Heute um 19 Uhr hat im Karlsruher Staatstheater die neue dreiteilige Produktion „Mythos“ des Badischen Staatsballetts Premiere - Die Choreographen im Gespräch.

... „Ein Thema, ein Bühnenraum, und drei Choreographen. Der Uraufführungsabend „Mythos“ heute im Großen Haus des Badischen Staatstheaters Karlsruhe eröffnet den Blick auf ganz unterschiedliche Blinkwinkel und Tanzsprachen. “...

Weiterlesen...


Vom Scheitern einer großen Liebe | Pforzheimer Zeitung | 27.03.2014 | Nike Luber

... „Die Welt ist eine Bühne und die Bühne eine Arena. Für die drei Tanz-Uraufführungen zum Thema Mythos im Badischen Staatstheater Karlsruhe schuf Sebastian Hannak einen runden Raum, der den unterschiedlichen Choreografin einem Rahmen gibt. “...

Weiterlesen...


Mythos (Ballett), 22.03.2014 | blog | 22.03.2014

... „Sehr spannend, beeindruckend und abwechslungsreich - die gestrigen drei Ballett-Uraufführungen bekamen für alle Teile viel Applaus und Bravos und sollten ein weiterer Hit beim Karlsruher Publikum werden! “...

Weiterlesen...





<< Zurück zu allen Choreografien